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Die 5 häufigsten Fehler, die Vermieter machen

Als Vermieter gibt es von der Mietersuche bis zur Schlüsselübergabe und darüber hinaus viele Dinge, die du beachten musst. Gerade wenn du neu auf dem Gebiet bist, werden dir viele Sachen noch unklar erscheinen. Um dir ein wenig unter die Arme zu greifen, haben wir die 5 häufigsten Fehler, die Vermieterneulinge machen, für dich herausgesucht. So bekommst du einen Überblick über die Dinge, die du in Zukunft besser meiden solltest und kannst dich auf deine Aufgabe als Vermieter optimal vorbereiten.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Versuche stets, deine emotionale Brille abzusetzen und die Wunschimmobilie aus der Perspektive deiner Zielgruppe zu betrachten. Am Ende des Tages ist es nämlich irrelevant, ob du selbst darin wohnen wollen würdest oder nicht. 
  • Sei dir bewusst, dass du immer einen Puffer oder finanziellen Notpolster für unerwartete Kosten haben solltest, die als Vermieter auf dich zukommen können. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für einen Steuerberater, Renovierungsarbeiten im Wohnhaus oder ähnliches. 
  • Wir empfehlen, jeden Zahlungsein- und ausgang, das Übergabeprotokoll, jegliche Vertragspunkte, die angepasst werden und natürlich den ganzen Mietvertrag selbst, immer schriftlich zu dokumentieren. So habt ihr beide - sowohl du als auch dein Mieter - ein schriftliches Beweisstück, auf das ihr euch im Falle eines Falles stützen könnt.

 

Diese 5 Fehler solltest du ab jetzt meiden 

  • Versuche stets, deine emotionale Brille abzusetzen und die Wunschimmobilie aus der Perspektive deiner Zielgruppe zu betrachten. Am Ende des Tages ist es nämlich irrelevant, ob du selbst darin wohnen wollen würdest oder nicht. 
  • Sei dir bewusst, dass du immer einen Puffer oder finanziellen Notpolster für unerwartete Kosten haben solltest, die als Vermieter auf dich zukommen können. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für einen Steuerberater, Renovierungsarbeiten im Wohnhaus oder ähnliches. 
  • Wir empfehlen, jeden Zahlungsein- und ausgang, das Übergabeprotokoll, jegliche Vertragspunkte, die angepasst werden und natürlich den ganzen Mietvertrag selbst, immer schriftlich zu dokumentieren. So habt ihr beide - sowohl du als auch dein Mieter - ein schriftliches Beweisstück, auf das ihr euch im Falle eines Falles stützen könnt.

 

1) Immobilie zu persönlich betrachten

Oftmals ist man dazu verleitet, die eigene Immobilie zu persönlich und emotional zu betrachten. Dabei solltest du dich nicht zu sehr darauf fokussieren, wie du selbst das Objekt findest, sondern deine Zielgruppe. Möglicherweise wirst du die Lage bzw. die Umgebung oder den Schnitt der Wohnung nicht optimal finden. Doch das soll dich nicht aus der Bahn bringen, schließlich wirst nicht du, sondern dein zukünftiger Mieter in ihr wohnen. Versuche daher diese zu emotionale Brille abzusetzen und die Immobilie aus der Perspektive deiner Zielgruppe zu betrachten. Am Ende des Tages ist es nämlich irrelevant, ob du selbst darin wohnen wollen würdest. Die Wohnung dient dir als Kapitalanlage, weshalb du auch möglichst kaufmännisch bzw. unternehmerisch denken solltest.


2) Unprofessionelles Auftreten bei Banken und Maklern

Wenn du gerade dabei bist, eine Immobilie zu kaufen, wirst du mit Maklern und Bänkern eng in Kontakt stehen müssen. Diese möchten ein Geschäft so schnell,  reibungslos und unkompliziert wie möglich mit dir abschließen. 

Bedenke, dass vor allem Objekte in beliebten Gegenden sehr begehrt und schnell weg sind. Damit du also schnellstmöglich zu deiner Traumimmobilie kommen kannst, musst du vor allem eins tun: professionell bei deinen Verhandlungspartnern wirken. Weder Banken noch Makler sehen gerne unsichere und unprofessionell wirkende Klienten. 

Versuche daher so seriös und selbstbewusst wie möglich zu sein, indem du wenig Unsicherheiten zum Vorschein treten lässt. So solltest du beispielsweise bei der Fragestellung dem Grundsatz “Qualität vor Quantität” folgen. Viele Fragen zu stellen zeigt zwar ernsthaftes Interesse deinerseits, allerdings solltest du auf die Auswahl deiner Fragen besonders Acht legen. Dinge, die du auch ohne den Makler herausfinden kannst, solltest du lieber nicht fragen, da dies schnell so wirkt, als ob du überhaupt keine Ahnung von der Materie hast. 

Weiters solltest du nicht zu viel zögern und die Vertragspartner zu lang warten lassen. Eine gewisse Zeit zum Überlegen ist natürlich angemessen, jedoch darfst du nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, denn wie bereits erwähnt ist das Angebot an Interessenten gerade bei Objekten in begehrten Gegenden groß. Dem nächstbesten und -schnellsten wird daher die Immobilie übergeben.

 

3) Schlechter Überblick über die eigenen Finanzen

Ein weiteres großes Problem von Vermieterneulingen ist, dass sie sich mit ihren Finanzen nicht ausreichend auseinandersetzen, bevor sie investieren. Wenn du dich dazu entschließt, ein Objekt zu kaufen und es in weiterer Folge vermieten zu lassen, solltest du mit deinen Einnahmen und Ausgaben nicht nur grob vertraut sein, sondern diese wirklich kennen und einen guten Überblick über sie haben. Du solltest nämlich immer einen Puffer oder Notpolster für die laufenden und unerwarteten Kosten beiseite haben, die als Vermieter auf dich zukommen können. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für einen Steuerberater, Renovierungsarbeiten im Wohnhaus oder ähnliches. Gerade wenn etwas akutes ansteht, kann dich das schnell in Liquiditätsprobleme führen, wenn du deine Finanzen falsch kalkuliert hast. 

 


4) Neuer Mieter nicht ausreichend überprüft

Viele Vermieter sind gerade am Anfang bei der Mietersuche zu leichtsinnig und prüfen den potentiellen Mieter nicht ausreichend. Dabei solltest du beispielsweise eine Mieterselbstauskunft immer verlangen, um dir ein besseres Bild von dem Kandidaten zu machen. Wie du den perfekten Mieter finden kannst, haben wir dir bereits in diesem Blogpostgezeigt. 

 

Kurz zusammengefasst solltest du folgende Dinge bei der Mietersuche im Hinterkopf behalten:

  • Nimm dir mindestens 30 Minuten pro Bewerber Zeit, um ihm deine Wohnung zu zeigen und ein ausführliches Gespräch mit ihm zu führen. 
  • Versuche Massenbesichtigungen zu vermeiden.
  • Vergiss nicht, die Hausregeln offenzulegen, falls welche vorhanden sind.
  • Überlege dir, welche Fragen du deinem Interessenten stellen möchtest. Nur solche, die fürs Vertragsverhältnis von Relevanz sind, müssen vom Bewerber beantwortet werden.


5) Keine schriftlichen Vereinbarungen treffen

Ein weiterer Fehler, den viele Vermieter, die neu auf dem Gebiet sind, machen, ist, zu gutgläubig an die Sache heran zu gehen und jegliche Vereinbarungen mündlich zu treffen. Dies ist insofern problematisch, weil du dich erstens nicht immer an alles Gesprochene erinnern kannst und zweitens mündliche Vereinbarungen in Auseinandersetzungen schwer zu beweisen sind. Aus diesem Grund empfehlen wir, jeden Zahlungsein- und ausgang, das Übergabeprotokoll, jegliche Vertragspunkte, die angepasst werden und natürlich den ganzen Mietvertrag selbst, schriftlich zu dokumentieren. So habt ihr beide - sowohl du als auch dein Mieter - immer ein schriftliches Beweisstück, auf das ihr euch im Falle eines Falles stützen könnt.

Fazit

Vermieter zu sein bedeutet, einen großen Verantwortungsbereich zu übernehmen. Gerade wenn du noch sehr neu auf diesem Gebiet bist und noch nicht allzu viel Erfahrung im Immobilienbereich sammeln konntest, wirst du viele Prozesse erst erlernen müssen. Das muss dich nicht verunsichern, denn du wirst in deiner Immobilien-Laufbahn noch sehr viel wachsen. Damit du deiner Verantwortung aber schon von Anfang an so gut wie möglich nachkommen kannst, solltest du die 5 Fehler, die wir dir soeben vorgestellt haben, bereits von Vornherein meiden. So wirst du trotz wenig Erfahrung garantiert einen guten Job als Vermieter machen.

 

 

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