4 Min Lesezeit

Wie mache ich meine Wohnung am besten winterfest?

Kaum freut man sich über die Blätter, die ihre Farbe in schöne, herbstliche Töne ändern und darüber, dass das ständige Schwitzen nun endlich ein Ende hat, stehen auch schon die frostigen Temperaturen vor der Tür. Im Folgenden zeigen wir dir, wie du deine Wohnung in den nächsten Monaten am besten vor der Kälte schützen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mach dich schlau, bevor du mit dem Heizen deiner Wohnung beginnst, ob eine Thermenwartung notwendig ist, um weniger Energie zu verbrauchen und Störungen zu vermeiden.

  • Achte auf regelmäßiges - aber richtiges - Lüften deiner Wohnung, um möglicher Schimmelbildung entgegenzuwirken und trotz Kälte stets mit Frischluft versorgt zu sein.

  • Ein Kaminofen kann unter Einhaltung gewisser gesetzlicher Vorschriften als zusätzliche Wärmequelle herangezogen werden.

Das solltest du tun, um deine Wohnung winterfest zu machen

Was ist die richtige Thermostat-Einstellung bei der Heizung?

Beim Thermostat lautet die Devise: Jedes Heizgrad zählt! Bis zu 6% Heizkosten kann jedes Grad einsparen helfen. Bist du tagsüber nicht in der Wohnung, so ist es sinnvoll, die Heizung zurück- bzw abzudrehen. Das Abschalten der Heizung bei längerer Abwesenheit sowie die Nachtabsenkung (wenn vorhanden) führen in den meisten Fällen zu einer Energieeinsparung. Dabei ist aber darauf zu achten, dass es bei längerer Unterschreitung des Taupunkts (in Wohnungen etwa 15°C) zu Schimmelbildung kommen kann. 

Ideal sind Thermostatventile, denn sie bremsen „automatisch“, indem sie die Temperatur in den einzelnen Räumen konstant auf dem gewünschten Wert halten – selbst wenn die Sonne ins Zimmer scheint. Das kann vier bis acht Prozent Heizenergie sparen. Bei einem Stückpreis von maximal 20 Euro machen sich Thermostatventile meist schon nach zwei Jahren bezahlt. Achte außerdem unbedingt darauf, keine Vorhänge vor die Thermostatventile zu hängen. Diese funktionieren sonst auf die falsche Art und Weise und können die Heizkosten womöglich erhöhen.

Meine Fenster ziehen – was kann ich tun?

Wenn’s in der Wohnung bei Türen und Fenstern zieht, kann das schon mal eine ziemlich ungemütliche Atmosphäre schaffen. Vor allem aber wird dabei unnötig Energie verschwendet.

Unser Tipp: Um herauszufinden, ob die Fenster auch wirklich dicht sind, kannst du ein Blatt Papier an verschiedenen Stellen ins Fenster klemmen. Wenn es sich bei geschlossenem Zustand leicht herausziehen lässt, ist es an der Zeit, die Fugendichtungen zu erneuern bzw. die Fensterflügel neu einzustellen.

Eine eher kostengünstige Variante, um undichte Stellen abzudichten, funktioniert am besten mit selbstklebenden Dichtungsbändern, die im Baumarkt erhältlich sind und ohne viel Aufwand angebracht werden können. Auch wenn die Dichtung nur an einer Stelle porös ist, ist es trotzdem ratsam, die kompletten Fensterdichtungen zu erneuern. Vor dem Bekleben muss der Rahmen gründlich gereinigt werden, denn er muss staub- und fettfrei sein, damit der Kleber hält. Dichtungsbänder eignen sich vor allem für Holz- und Metallfenster. Kunststofffenster haben oft Gummidichtungen, auf die nichts aufgeklebt werden darf – hier solltest du vorher mit dem Vermieter oder Fensterbauer sprechen.

Was muss ich beachten, wenn ich einen Ofen aufstellen möchte?

Ein Kaminofen bringt nicht nur Wärme, sondern auch ein angenehmes, romantisches Ambiente in die eigenen vier Wände. Beim Verwenden eines Ofens im Wohnraum muss aber einiges beachtet werden. Beim Aufstellen muss auf ausreichend Abstand zu Wänden und Möbeln geachtet werden, der sich zumeist auf ca. 20 bis 60 cm beläuft. In den Wänden hinter dem Kaminofen dürfen keine Strom- oder Wasserleitungen verlegt werden. Außerdem muss für ein funktionierendes Luftsystem im Raum gesorgt sein, damit raumluftunabhängig Feuer entstehen kann.

Der Raum, in dem ein offener Kamin Platz finden soll, muss zudem eine gewisse Fläche betragen, um auch die benötigte Frischluft gewährleisten zu können. Wenn du deinen Ofen bereits besorgt und fertig aufgestellt hast, sollte er vor der Inbetriebnahme noch vom Rauchfangkehrer überprüft und freigegeben werden. Falls sich in deiner Wohnung nicht die baulichen Möglichkeiten für einen Kaminanschluss befinden, stellen auch Gasöfen eine Option dar, um für zusätzliche Wärme zu sorgen. Einen Elektroofen als weitere Wärmequelle würden wir dir nicht raten, denn Strom ist bekanntlich teuer und würde sich somit als ineffiziente Variante entpuppen, um deine Wohnung warm zu halten.

Wie kann ich es vermeiden, Schneematsch mit in die Wohnung zu nehmen?

Wenn mehrere Leute bei Schnee in die Wohnung laufen, ist der Eingangsbereich der Wohnung im Winter im Nu verdreckt. Wer Schmutz und Schneematsch von seiner Wohnung fernhalten möchte, stellt am besten einfach eine Schuhabtropfschale vor die Eingangstür.

Ein Tipp: leere Eierkartons aufstellen, auf denen Schuhe und Stiefel abgestellt werden. Hier trocknen die nassen Stiefel besser, weil die Raumluft um die Schuhe zirkulieren kann. Außerdem wird der Fußboden geschont und das abtropfende Wasser wird im Material aufgefangen. Sobald die Eierkartons ihren Dienst erfüllt haben und nicht mehr ansehnlich sind, können sie im Papiermüll entsorgt werden. Optimal ist natürlich immer ein pflegeleichter Boden im Eingangsbereich. Stein- oder Fliesenboden können in den Wintermonaten wie auch sonst immer mit einem Wischtuch schnell gereinigt werden.

Wie halte ich die Wohnung trotz Lüften warm?

Auch wenn es unangenehm ist und man sich lieber unter der warmen Decke verkriechen möchte, muss frische Luft auch bei niedrigen Temperaturen sein – sonst bildet sich gesundheitsschädlicher Schimmel in der Wohnung. Auch bei eisigem Winterwetter wird geraten, die Wohnung mindestens morgens und abends gut zu durchlüften.

Dabei eignet es sich am besten, wenn möglichst alle Türen und Fenster für einige Minuten geöffnet werden und während dieser Zeit die Heizung abgedreht wird bzw. die Thermostate zumindest runtergedreht werden, um nicht wortwörtlich zum Fenster hinaus zu heizen. Beim Stoßlüften solltest du die Fenster fünf bis zehn Minuten weit geöffnet haben, achte aber darauf, dass die Räume möglichst nicht unter 14 bis 16 Grad auskühlen. Bei derartigen kurzen Lüftungszeiten besteht keine Gefahr, dass die Wände auskühlen und die Zimmer erlangen rasch wieder die gewünschte Temperatur.

Tipp: Wenn du gegenüberliegende Fenster in deiner Wohnung hast, bietet sich eine noch effektivere Variante als das Stoßlüften an, nämlich das Querlüften. Dadurch kann die Lüftungsdauer auf einige wenige Minuten minimiert werden. Um ein zu starkes Auskühlen der Wände zu verhindern, sollten die Fenster ganz offen und nicht bloß in Kippstellung gehalten werden.


Wie kann ich sparsam heizen?

Prepare yourselves: Winter is coming! In den kommenden Monaten ist es wieder Zeit für dicke Pullis, heißen Kakao und Kuschelabende. Was ebenfalls dazugehört, ist, die eigene Wohnung auf angenehmer Temperatur zu halten und die Heizkörper schön langsam anzuschmeißen. Um unnötig hohe Heizkosten zu vermeiden, beachte Folgendes:

  • Achte darauf, dass sich keine Möbel vor den Heizkörpern befinden, da diese verhindern, dass Wärme in den Raum gelangt. Vor allem Vorhänge, die über die Heizkörper hängen, erhöhen den Wärmeverlust.
  • Sämtlichen Energieberechnungen zufolge liegt die optimale Raumtemperatur bei 20 Grad Celsius. Jedes Grad mehr führt in Folge zu einer Erhöhung der Heizkosten.

Ganz wichtig: Schließe über Nacht auf alle Fälle immer sämtliche Jalousien und Rolläden, da ein Großteil der Wärme über Glasflächen und Fensterfugen entweicht.


Wann muss ich meine Therme warten lassen?

Bevor die lange Heizperiode bevorsteht, ist es ratsam, zu überprüfen, ob eine Thermenwartung von Nöten ist. Sofern im Mietvertrag keine fixen Fristen vereinbart und vom Hersteller keine Intervalle vorgegeben sind, muss eine Thermenwartung alle zwei Jahre durchgeführt werden. Manche Anbieter verlangen jedoch ein jährliches Thermenservice - dahingehend solltest du dich im Vorhinein schlau machen. Speziell bei älteren Geräten empfiehlt sich eine häufigere Wartung. Denn schlecht gewartete Geräte verursachen nicht nur höhere Energiekosten, sondern haben auch einen deutlich höheren Gasverbrauch und stellen damit ein Sicherheitsrisiko dar. Defekte Gasthermen können im schlimmsten Fall zu lebensgefährlichen Kohlenmonoxidvergiftungen führen.

Fazit

Ein kleiner Raum mag vielleicht auf den ersten Blick unvorteilhaft und unkomfortabel erscheinen, jedoch gibt es glücklicherweise viele Möglichkeiten, um dem entgegenzuwirken. Mit einer gut durchdachten und cleveren Möbel-, Farb- sowie Lichtauswahl wirkt auch der kleinste Raum viel größer und heller. Wichtig ist dabei, dass du Unruhe erzeugende Möbelstücke meidest, die Dekoration so dezent wie möglich hältst und jeden bietenden versteckten Stauraum ausnutzt. 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram