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Nachhaltig wohnen: Worauf muss ich achten?

Von Kosmetikartikeln im Bad über wiederverwendbare Gegenstände in der Küche bis hin zu Second-Hand-Möbeln in deiner gesamten Wohnung: Du möchtest auch den Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen und auf eine umweltschonende Art des Wohnens umstellen? Dann beib dran!

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch im Badezimmer kannst du Nachhaltigkeit durch wiederverwendbare Utensilien ganz einfach integrieren.
  • Achte beim Kauf jeglicher Gegenstände auf eine faire und nachhaltige Produktion, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Neben Second-Hand-Mode gibt es dieses Prinzip auch bei Möbeln, denn diese können gebraucht erworben werden und in deiner Wohnung ein gemütliches Ambiente zaubern.

5 Tipps für ein nachhaltiges Wohnen

Was genau versteht man eigentlich unter nachhaltig wohnen? Nachhaltigkeit per se erfreut sich mittlerweile einer unglaublichen Beliebtheit - und das zu Recht. Ein Umdenken in Richtung ökologischer Fußabdruck hat sich etabliert und ist definitiv notwendig, um an einer lebenswerten und besseren Zukunft für die kommenden Generationen mitzuwirken.

Oftmals sind es bereits kleine Dinge, die in Summe einen großen Beitrag zu einer verbesserten Situation beitragen können. Mit den nachfolgenden Tipps möchten wir dir zeigen, wie du dich ohne viel Aufwand bei der Umwelt und gleichzeitig bei deinem Portemonnaie erkenntlich zeigen kannst.

1. Tipp: nachhaltige Zimmerpflanzen

Wir kennen es doch alle: Man steht in einem riesigen Möbelhaus und überlegt, welche der schönen Pflanzen in die eigenen vier Wände am besten passen. Doch, was die Wenigsten wissen, ist, dass nur ein Bruchteil der Pflanzen, die zum Erwerb zur Verfügung stehen, aus einer ökologischen Anzucht stammen und man daher meistens Gefahr läuft, sich giftige Pestizide auf direktem Weg in die Wohnung zu holen. Hinzu kommt, dass derartig hochgezüchtete Pflanzen aus Gartencentern oder großen Bauhäusern großteils keine lange Lebensdauer aufweisen, auf Umwegen von weit her transportiert wurden und daher einen enormen CO2-Abdruck mitbringen.

Was du dagegen tun kannst? Es bietet sich beispielsweise die Möglichkeit an, mit Freunden oder Bekannten Ableger bzw. Zimmerpflanzen zu tauschen oder bei Plattformen wie eBay Kleinanzeigen oder einer Tauschbörse wie wir-leben-nachhaltig.at vorbeischauen und gegebenenfalls aktiv werden. Du kannst natürlich auch versuchen, deine grünen Mitbewohner selbst zu vermehren und so genügend Material für einen Tausch anzuhäufen. Wenn du dich doch für den Kauf einer neuen Pflanze entscheidest, achte zumindest darauf, dass du diese in einer zertifizierten Bio-Gärtnerei besorgst und so regional wie möglich kaufst.

2. Tipp: Wiederverwertbarkeit im Alltag

Zu viele Gegenstände in unserem Alltag landen bereits nach einmaligem Gebrauch im Mistkübel und tragen zu einer unnötig hohen Müllbelastung bei. Kleine Alltagshelfer wie Wattepads, Abschminktücher oder Küchenrolle sind hier ganz weit vorne. Diese lassen sich aber mittlerweile ohne Weiteres ganz einfach durch waschbare Alternativen ersetzen. Fast jeder Bipa, dm oder andere Drogeriemarkt bietet in der Kosmetikabteilung Produkte aus Mikrofaser an, die den oben genannten gleich kommen, aber den Vorteil bringen, dass sie einfach nach Verwendung gewaschen werden und somit wiederverwendet werden können. In gewissen Reformhäusern sind diese auch aus fairer Produktion und in Bio-Qualität erhältlich. Küchenpapier kann beispielsweise auch durch Putztücher aus Stoff ersetzt werden.

3. Tipp: Second-Hand-Möbel

Auch wenn die großen Möbelhäuser verlockende Möbelstücke anzubieten hat, sollten diese dennoch nicht deine erste Anlaufstelle sein, wenn du gerade dabei bist, deine Wohnung neu einzurichten. Das Internet bietet so viele Möglichkeiten im Sinne von Tausch- und Secondhand-Plattformen, wo du bestimmt eine Auswahl an schönen, preiswerten und gebrauchten Möbeln findest. Auch bei Klassikern wie eBay Kleinanzeigen oder willhaben findest du zahlreiche Anzeigen zu Einrichtung & Co aus zweiter Hand.

Dem Nachhaltigkeitsaspekt entsprechend bist du mit gebrauchten Produkten definitiv besser aufgestellt als mit neu produzierten und kannst deiner Wohnung zudem einen gemütlichen, heimeligen Charme verleihen. Wenn du vielleicht auch gerade dabei bist, deine alten Möbel auszusortieren, könntest du dir überlegen, in Richtung Wiederverwendung zu gehen. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick kannst du - und eventuell mit Unterstützung - aus ein paar alten Einrichtungsstücken etwas Neues kreieren.

4. Tipp: faire und nachhaltige Produkte kaufen

Wenn du nicht der größte Fan vom Second-Hand-Shoppen bist und dich doch lieber an neu gekauften Möbeln oder anderen Dingen erfreust, kannst du trotzdem etwas Gutes tun, nämlich auf die Herkunft zu achten bzw. ob fair und nachhaltig produziert wurde. Dem Begriff “nachhaltig” liegt keine rechtsverbindliche Definition zugrunde, was eine klare Abgrenzung erschwert.

In puncto Möbel kannst du auf ein paar Aspekte achten, die auf eine nachhaltige Produktion hinweisen. Ein schonender Umgang mit Ressourcen sowie faire Arbeitsbedingungen lassen sind im Bereich der Nachhaltigkeit angesiedelt. Auch die Verwendung von heimischen Materialien bzw. der Gebrauch von nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus, Baumwolle, Holz usw. spricht für eine umweltfreundliche Produktion.

Für einen kleinen Preis wirst du wohl kaum ein Möbelstück aus nachhaltigem Material bekommen. Da erwartet dich noch eher ein Produkt aus Pressspan mit einer verhältnismäßig kurzen Lebensdauer und somit auch nicht recht lang anhaltenden Freude. Wenn du beispielsweise auf der Suche nach einem nachhaltigen Bett bist, solltest du darauf achten, dass es recyclebar ist, aus zertifiziertem Holz besteht und gegebenenfalls mit Biofarben gefärbt ist.

5. Tipp: Müll reduzieren und upcyclen

Wenn du das Thema Nachhaltigkeit so gut wie möglich in verschiedene Lebensbereiche implementieren möchtest, solltest du dich zunächst der Reduktion von Müll sowie dem Wiederverwenden von gewissen Gegenständen widmen. Ein gut durchdachter und gezielter Einkauf kann hier schon mal einen Grundstein setzen. Dem voraus eilt natürlich das Meal Planning, bei dem man sich bewusst hinsetzt und Mahlzeiten für die nächsten Tage plant. Dadurch können Impulskäufe vermieden werden und somit auch das unnötige Wegwerfen von Lebensmitteln, die am Ende gar nicht gebraucht werden. 

Aus übrig gebliebenem Gemüse lässt sich eine leckere Suppe zaubern, die du bei Bedarf auch einfrieren kannst. Übrige Gläser kannst du auch einfach wieder mit Smoothies oder etwaigen anderen Vorräten befüllen, sie als originelle Vasen verwenden oder als kleine Aufbewahrungshelferlein. Zur Müllreduktion kannst du alleine beim Einkaufen schon beitragen, wenn du auf möglichst plastikfreie Produkte achtest und eigene Einkaufstaschen verwendest. Am leichtesten umsetzbar ist wohl wirklich, dir eine schöne Trinkflasche aus Glas zu besorgen, die du immer wieder verwenden kannst und durch die du keine Plastikflaschen mehr kaufen musst.

Bonustipp: Stromanbieter vergleichen

Zu einem nachhaltigen Wohnstil gehört mittlerweile auch, mögliche Stromanbieter zu vergleichen, genügend Informationen einzuholen und somit auch ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Energie nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern einen weiten Weg zurücklegt und die vorher stattfindenden Gewinnungsprozesse in die Entscheidung miteinbezogen werden sollten.

Fazit

Nachhaltiges Wohnen lässt sich mittlerweile schon relativ einfach in den Alltag eines jeden integrieren. Damit trägt man nicht nur gegenwärtig zu einer umweltschonenden Lebenshaltung bei, sondern setzt sich auch gleichzeitig für eine hoffentlich bessere Zukunft für kommende Generationen ein.

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