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5 Dinge, die du beim Wohnung ausmalen beachten solltest!

Egal, ob vor dem offiziellen Einzug in eine neue Wohnung oder beim Ausziehen aus der alten - um’s Wohnung ausmalen kommt man in diesem Prozess meistens nicht drum herum. Wir zeigen dir nachfolgend ein paar Tipps, wie du das Ausmalen deiner Wohnung effizient und kostengünstig selbst erledigen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Miss die Fläche, die du streichen möchtest, am besten aus, um genügend Farbe parat zu haben.
  • Mit einer Leiter oder Teleskopstange erreichst du beim Ausmalen hohe Decken und Wände am leichtesten.
  • Achte darauf, beim Ausmalen der Wände möglichst keine Pause zu machen, um einen gleichmäßigen Anstrich zu erlangen.

5 Tipps für das Ausmalen deiner Wohnung

Vorbereitung ist das A und O! Das gilt auch, wenn du vorhast, deiner Wohnung einen kleinen Imagewechsel zu verpassen. Nicht nur beim Streichen selbst gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, sondern auch bereits in der Vorbereitungsphase bedarf es gründlicher Überlegungen. Egal, ob ein Ein- oder Auszug der Grund für einen Tapetenwechsel - im wahrsten Sinne des Wortes - ist, für das eigene Wohlbefinden sollte diese Arbeit auf alle Fälle mit genügend Gewissenhaftigkeit verrichtet werden.

1. Die richtigen Materialien

Das richtige Werkzeug muss natürlich ebenfalls zuerst gefunden und ausgewählt werden, um das Ausmalen deiner Wohnung so reibungslos wie möglich zu gestalten. Folglich findest du die wichtigsten Materialien, die du benötigen wirst. Wo du dir diese besorgst, hängt auch ein bisschen davon ab, wie viel du für das Ganze an Budget bereit bist, auszugeben.

Die Basics, ohne die du beim Ausmalen wahrscheinlich nicht weit kommen wirst, sind ein Flachpinsel, eine Farbrolle, ein Stab zum Umrühren (am besten aus Holz) sowie eine Farbwanne oder einen Farbkübel mit integriertem Gitter zum Abstreifen. Wenn du beispielsweise in einer Altbauwohnung ausmalen möchtest, empfiehlt es sich, dass du dir aufgrund der hohen Wände zusätzlich noch eine Teleskopstange und eine Leiter besorgst. Solche Dinge kannst du dir möglicherweise auch bei Nachbarn oder Bekannten ausleihen, dann musst du sie nicht extra kaufen. Genauso steht es um einen Besen, über den eigentlich fast jeder Haushalt verfügt.

Weiter geht es vor allem bei der Vorbereitung auf das tatsächliche Streichen mit einer Abdeckplane bzw. -folie, einem Kreppband sowie dem passenden Vlies für den Boden. Nicht zu vergessen natürlich die gewünschte Farbe sowie eventuell Spachtelmasse, mit der du unebene Stellen in den Wänden ausgleichen kannst. Apropos Farbe: Hier ist es wichtig, dass du die richtige Menge an benötigter Farbe berechnest, um ja nicht zu wenig zur Verfügung zu haben.

Kleiner Tipp: Am besten du misst die Wände, die du streichen möchtest, aus. Die entsprechenden Berechnungen notierst du dir am besten wo, um sie dann beim Kauf der Farbe parat zu haben. Normalerweise ist auf den Farbkübeln angegeben, für wie viel Fläche die beinhaltete Menge reicht. Auf der sicheren Seite bist du definitiv, wenn du lieber aufrundest, um besser zu viel als zu wenig Farbe zu haben. Beachte zudem, dass, wenn du über eine frisch verputzte Wand streichst, du eine Grundierung benötigst, da die Wand sonst zu viel Farbe aufsaugt und das Ergebnis fleckig wird.

2. Raum vorbereiten

Je nachdem, wie viele Räume du planst, auszumalen, musst du diese auch entsprechend auf den Anstrich vorbereiten. Das Wichtigste ist hier, alles, was nicht mit Farbe in Berührung kommen soll, auch entsprechend davor zu schützen. Die Möbel kannst du mit einer Abdeckplane in Sicherheit bringen und für den Boden kannst du das oben erwähnte Vlies auslegen, um Farbspritzer abzufangen. Nach Möglichkeitn wäre es von Vorteil, vorhandene Möbel direkt aus dem zu streichenden Raum zu entfernen, um auch mehr Bewegungsfreiheit zu haben. 

Danach geht es an’s Abkleben von Fensterrahmen, Fußbodenleisten und etwaigen anderen Übergängen zu weiteren Flächen, die alle von der Farbe verschont bleiben sollen. Wenn du alles abgeklebt hast, kannst du die Flächen bzw. Wände vorbereiten. Schnapp dir einen Besen und befreie die Wände von Spinnweben und anderen Staubfängern. Solltest du kleine Löcher in der Wand bemerken, kannst du diese mithilfe der besorgten Spachtelmasse füllen.

Farbe anrühren: Wenn du die oben erwähnten Vorbereitungen erledigt hast, kannst du dich nun dem Farbeimer widmen. Zunächst einmal sollte die Farbe mit einem hölzernen Stab kräftig umgerührt werden, um die darin enthaltenen Farbpigmente gleichmäßig verteilen zu können. Dadurch kannst du dafür sorgen, dass die Farbe nachher auch wirklich eine gute Deckkraft besitzt. Am besten funktioniert es, wenn du das Umrühren ein paar Minuten lang durchziehst. Wenn du willst, kannst du das auch mit einem eigens dafür passenden Aufsatz einer Bohrmaschine machen.

3. Decke streichen

Als erstes solltest du dich dem Streichen der Decke widmen und diese erneuern, da es mit der Zeit sein kann, dass die Deckenfarbe vor allem bei hellen Tönen im Vergleich zu den umliegenden Wänden grau wirkt. Diesem optischen Eindruck kannst du mit einem frischen Anstrich in einem Weißton ganz einfach entgegenwirken. Denke daran, beim Streichen der Decke stets beim vorhandenen Fenster anzufangen und dich zu den Ecken und Kanten zwischen Wand und Decke vorzuarbeiten. Wenn du hier sorgfältig mit einem Pinsel gearbeitet hast, kannst du nun zur Farbrolle wechseln.

So verwendest du die Farbrolle richtig!

Vor ihrem Einsatz solltest du die Rolle befeuchten, damit die Farbe besser aufgenommen werden kann. Jetzt kannst du dich entweder auf eine Leiter stellen oder - falls vorhanden - die Rolle auf eine Teleskopstange schrauben und vom Boden aus die Decke streichen. Tauche die Farbrolle vorsichtig in den Farbkübel und zieh sie danach über das Abstreifgitter, damit keine überschüssige Farbe runtertropft.

Jetzt kannst du die Rolle an der Kante entlang führen, die du vorher mit dem Pinsel bestrichen hast. Wenn du an allen vier Kanten mit der Farbrolle gearbeitet hat, kannst du die restliche Fläche der Decke streichen und gleichmäßig Farbe verteilen. Um Schattenbildung zu vermeiden, sollte die Decke am Ende vom Lichteinfall weg bestrichen werden, was auch aus optischer Sicht zum besten Ergebnis führt. Wichtig beim Streichen ist auch, darauf zu achten, dass du weder zu viel noch zu wenig Farbe verwendest, um kein ungleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Die Wohnung auszumalen beansprucht einiges an Vorbereitungen und Zeit. Nach dem Streichen der Decke ist Pause angesagt. Die Faustregel besagt, mindestens 24h zu warten, um der Fläche genug Zeit zum Trocknen zu geben und mit den Präparationen für die Malerarbeiten der Wände zu starten.

4. Wände streichen

Sind die 24h vorbei und die Decke bereits ausreichend getrocknet, kannst du dich an das Streichen der Wände machen. Auch hier gibt es ein paar Schritte zu beachten, die wir dir folglich auflisten.

Zuerst: Abkleben!

Jetzt kannst du mit dem Abkleben der benötigten Stellen beginnen. Dabei sollte vor allem der Übergang von den Wänden zur Decke mit Maler- oder Kreppband abgeklebt werden, damit von der Wandfarbe dann nichts auf die frisch gestrichene Zimmerdecke überläuft. Vergiss nicht, die Farbe wieder kräftig umzurühren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. 

Tipp: Wenn du eine andere Farbe als Weiß streichen solltest, streiche die Kanten mit weißer Farbe vor - so bekommst du das schönste Ergebnis.

Auf Pinsel folgt Farbrolle

Ähnlich wie beim Streichen der Decke sollte auch hier mit dem Pinsel der Anfang gemacht werden und damit zunächst einmal die Ecken und Kanten behutsam gestrichen werden. Danach kannst du die Arbeit mit der Farbrolle fortsetzen.

An dieser Stelle kann der Vorgang wie bei der Decke wiederholt werden. Es bleibt dir überlassen, wie du die Wände am liebsten streichen möchtest, also ob du direkt in Bahnen streichen möchtest oder die Farbe zuerst willkürlich anbringst und danach gleichmäßig verteilst. Wenn du es mit einer rauen Oberfläche wie beispielsweise einer Strukturtapete zu tun hast, eignet sich die zweite Methode wahrscheinlich am besten, damit an jede Stelle genügend Farbe gelangt.

Tipp: Versuche, beim Streichen der Wände möglichst nicht zu pausieren, um unerwünschte Streifen und Ungleichmäßigkeiten zu vermeiden.

5. Kosten

So wie bei den meisten Arbeiten, die man selbst verrichtet, belaufen sich auch beim Ausmalen die Kosten auf ein Minimum. Du musst dich nur um die Beschaffung der Materialien und der Farbe kümmern. Als Richtwert kannst du dich an ca. 30 Euro pro 10 orientieren. Wenn du darüber nachdenkst, die Malerarbeiten zu vergeben, musst du mit deutlich mehr rechnen.

Fazit

Es gibt wohl lustigere Aktivitäten, als den ganzen Tag mit Farbe zu hantieren, aber wenn du dir ein paar unserer Tipps zu Herzen nimmst, garantieren wir dir, dass es schneller erledigt ist, als gedacht, und du danach dein eigenes Meisterwerk bewundern kannst ;-). Vergiss nicht, dir alte Kleidung anzuziehen, die auch wirklich dreckig werden darf!

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