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Rauchmelderpflicht: Das gilt es zu beachten!

Klein, unscheinbar und doch mit einer großen Verantwortung versehen: der Rauchmelder. Als Vermieter bist du für das Vorhandensein eines solchen in deiner Mietwohnung zuständig. Wir geben dir einen kurzen Überblick, was du über die Rauchmelderpflicht in Österreich wissen musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rauchmelder müssen in allen Schlaf- und Wohnräumen mit der Küche als Ausnahme angebracht sein.
  • Die Rauchmelderpflicht wird in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt.
  • Fakt ist: Ein Großteil der Brände bis jetzt hätte durch vorhandene Rauchmelder verhindert werden können.

Wo sind Rauchmelder eine Pflicht?

Brandfälle in Innenräumen sind keine Seltenheit; sie werden meist durch offenes Feuer, Blitzschlag, defekte Heizung oder Strom ausgelöst und fordern in manchen Fällen sogar Todesopfer. Die gesetzliche Regelung einer Installation von Rauchmeldern kann somit durchaus Leben retten.

In österreichischen Haushalten besteht in allen Wohn- und Schlafräumen sowie Fluren, die als Fluchtwege fungieren, Rauchmelderpflicht. Die Küche ist von dieser Pflicht ausgenommen.

Wie sieht die rechtliche Situation aus?

Die Pflicht zur Installation eines Rauchwarnmelders wird in Österreich von der OiB Richtlinie 2 geregelt. Vom Österreichischen Institut für Bautechnik wird vorgeschrieben, in welchen Bereichen in Gebäuden passende Brandschutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Wie die entsprechenden Vorkehrungen in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren auszusehen haben, wird letzten Endes von den zuständigen Bauämtern in den jeweiligen Bundesländern entschieden.

Landesverordnungen der Bundesländer zur Brandmelderpflicht

BundeslandMontage

Wartung

BurgenlandEigentümerBesitzer
KärntenEigentümerBesitzer
NiederösterreichXX
OberösterreichXX
SalzburgXX
SteiermarkEigentümerBesitzer
TirolEigentümerBesitzer
VorarlbergEigentümerBesitzer
WienEigentümerBesitzer

Wer also in Niederösterreich, Oberösterreich oder Salzburg zuhause ist, ist weder im Alt- oder Neubau dazu angehalten, Rauchmelder zu montieren. Diese Regelungen werden aber alle paar Jahre erneuert.

In welchen Räumen gilt die Pflicht?

Die oben angesprochenen Richtlinien beziehen sich ausschließlich auf den privaten Wohnraum. Hier hinein fallen somit das Eigenheim sowie alle wohnungsähnlichen Gebäude wie beispielsweise Freizeit- und Ferienwohnungen oder Hütten. Auch gewisse Beherbergungs- und Gaststätten werden unter diesen Gesichtspunkten betrachtet.

Für Vermieter gilt, dass sie für die Montierung von Rauchwarnmeldern in den von ihnen vermieteten Wohnungen verantwortlich sind. Hierbei kann es sich jedoch um eine Modernisierungsmaßnahme handeln, die bei einer Vertragserneuerung durch eine Anpassung des Mietzinses geltend gemacht werden kann.

Rauchmelder: unbedingt notwendig?

Statistisch gesehen werden 70% der Brandopfer im Schlaf überrascht. Was vielleicht viele nicht wissen: Der Großteil der Brandopfer mit tödlichem Ausgang stirbt bereits durch die toxischen Gase und den Rauch, den sie einatmen, und nicht etwa durch die Flammen selbst. Ein Viertel aller Brandfälle in Österreich könnte rechtzeitig erkannt und verhindert werden, wenn ein Rauchmelder installiert wäre, was die Notwendigkeit eines solchen einmal mehr bestätigt.

Müssen Rauchmelder gewartet werden?

Wie viele andere technische Geräte sollten auch Rauchmelder regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und gegebenenfalls gewartet werden. Bei den meisten Geräten findest du eine Art Druckknopf angebracht, mithilfe dessen du immer wieder Brandmeldetests durchführen kannst, um zu sehen, ob er nach wie vor funktioniert. Zudem ertönt meistens ein Signal, das ein Hinweise darauf ist, ob die enthaltene Batterie noch ausreicht.

Tipp: Hier lohnt es sich, eine Langzeitbatterie einzubauen, die eine Rauchmeldergarantie von bis zu 10 Jahre beinhaltet. 

In Mietwohnungen fällt die regelmäßige Wartung der Rauchmelder in den Zuständigkeitsbereich des Mieters. Dieser hat dafür zu sorgen, dass die Anlage immer einsatzbereit ist. Im privaten Bereich kommen oftmals automatische, foto- und thermooptische Brandmelder zum Einsatz, die gemäß den Anforderungen entwickelt wurden und mit einem sogenannten Streulichtverfahren agieren. Im Falle eines Brandes oder auffälliger Rauchbildung wird ein akustischer Ton abgegeben, der für eine rechtzeitige Evakuierung und Verständigung der Feuerwehr sorgen kann.

Fazit

Am Ende des Tages stellt sich zum Einen die Frage, ob man einen Rauchmelder braucht, gar nicht, weil es gewisse Vorschriften dazu gibt, und zum Anderen, weil die Vorteile der Installation eines solchen ganz offensichtlich überwiegen.

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