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Die wichtigsten Tipps für eine Wohnungsbesichtigung

Du bist Feuer und Flamme für eine Wohnung, aber die Wohnungsbesichtigung steht dir erst bevor? Wir haben die wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst, worauf du bei der Besichtigung achten solltest, bevor du eine Entscheidung triffst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Du kannst dich über alles erkundigen, das dir wichtig erscheint zu wissen, bevor du dich für die Wohnung entscheidest.
  • Mit einer Selbstauskunft erlangt der Vermieter eine gewisse Sicherheit über die Zahlungsfähigkeit des Mieters.
  • Nachdem der Mietvertrag unterschrieben wurde, darf die Wohnung nur in Ausnahmefällen vom Vermieter besichtigt werden.

Darauf solltest du bei deiner nächsten Wohnungsbesichtigung achten!

Egal, ob du geplant hast, eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten, eine Wohnungsbesichtigung ist immer ein absolutes Muss, bevor man sich für eine Immobilie und die damit einhergehende Bindung entscheidet.

Welche Fragen darf ich stellen?

Wenn du dich für ein Mietobjekt bzw. eine Wohnung interessierst, ist es völlig legitim, alle möglichen Fragen an den zuständigen Vermieter oder Makler zu stellen, die dir diesbezüglich auf der Zunge liegen. Du kannst dich ruhig darüber erkundigen, wie beispielsweise die Situation mit den Nachbarn ist, welche Betriebskosten auf dich zukommen oder ob in naher Zukunft einmal Eigenbedarf bestehen sollte. Vermietern ist im Gegenzug jedoch nicht ganz so viel Freiheit bei den Fragen gegeben, denn hier gibt es gewisse Einschränkungen, was sie über das Privatleben eines zukünftigen Mieters in Erfahrung bringen dürfen. Die sexuelle Orientierung, Religion oder auch Hobbies sind Informationen, die den Vermieter nicht zu interessieren haben. Bei unangemessen Fragen musst du als Mieter keine Antwort geben.

Wie beantworte ich die Fragen am besten?

Nachdem auch Vermieter darauf Wert legen, jemand Verlässliches für die Wohnung zu finden, kann es vorkommen, dass bei der Besichtigung bereits gewisse Standardfragen gestellt werden, um ein Bild von dir zu bekommen. Du musst die Fragen zwar nicht zwingend beantworten, aber es könnte durchaus von Vorteil sein, da der Vermieter so bei mehreren Interessenten schon Vergleiche anstellen kann. Zudem kann es einen guten Eindruck machen, wenn du dich hier offen zeigst und nichts zu verbergen hast.

Bin ich zur Selbstauskunft verpflichtet?

Da es nicht selten vorkommt, dass sich unzuverlässige Mieter oder Mietnomaden einschleichen, wollen sich immer mehr Vermieter mit einer Selbstauskunft beim Kreditschutzverband (KSV) absichern. Du bist zwar nicht verpflichtet, eine solche Auskunft zu geben, aber es könnte deine Chancen, die Wohnung zu bekommen, durchaus erhöhen, da der Vermieter dadurch eine gewisse Absicherung bekommt. In begehrten Wohngegenden ist eine solche Auskunft meist schon Gang und Gäbe. Alternativ kann auch mittels Lohnzetteln ein geregeltes Einkommen nachgewiesen werden.

Darf der Vermieter meine Wohnung danach besichtigen?

Wenn der Mietvertrag unterzeichnet ist und du die Wohnung nun mietest, steht dir die alleinige Nutzung zu. Wenn es sich nicht um einen absoluten Notfall handelt, hat der Vermieter kein Recht, deine Wohnung unangekündigt zu betreten. In welchen Ausnahmefällen das genau erlaubt ist, kannst du in diesem Blogpost nachlesen. Außerhalb dieser Ausnahmefälle ist eine Weigerung des Mieters kein Kündigungsgrund, sondern ein Handeln im Sinne des Mieterschutzes.

Wer darf meine Wohnung nach meiner Kündigung besichtigen?

Wenn du deine Wohnung gekündigt hast und nun ein Nachmieter gefunden werden muss, ist dies ebenfalls ein erlaubter Grund, dass dieser und der Vermieter oder Makler deine Wohnung betreten. Dafür wird natürlich gemeinsam ein passender Termin für alle gefunden. Du kannst diesen auch absagen, aber früher oder später kommst du um einen Besichtigungstermin nicht drum herum. Manchmal ist eine solche Handhabung der Besichtigungstermine bereits im Mietvertrag festgehalten.

Wie läuft eine Besichtigung durch Nachmieter ab?

Bei der Suche nach Nachmietern liegt es auf der Hand, dass auch diese die Wohnung vorab sehen wollen, bevor sie sich dafür oder dagegen entscheiden. Bei einer solchen Besichtigung durch potenzielle Nachmieter ist es üblich, dass der Vermieter bzw. Makler sowie der aktuelle Mieter anwesend sind. Für dich als Mieter besteht zwar keine “Anwesenheitspflicht” bei den Besichtigungsterminen, aber es bietet sich trotzdem an, da so direkt etwaige Fragen zur Möbelablöse oder zur Wohnungsübergabe geklärt werden können.

Die wichtigsten Tipps für die Wohnungsbesichtigung als Checkliste:

1. Ist der Schnitt der Wohnung vereinbar mit deinen Möbeln oder müsstest du dich notgedrungen von deinem Lieblingsschrank trennen?

2. Wie sieht’s mit der Himmelsrichtung der neuen Wohnung aus? Dies entscheidet nämlich unter anderem darüber, ob du in deinen zukünftigen vier Wänden eher ein Sonnenbad nehmen kannst oder dich eher wie in einer Höhle verkriechen kannst.

3. Achte bei der Besichtigung bei Gelegenheit auch auf die Beschaffenheit von Boden, Türen und Co. Abgeblätterte Farbe und instabile Fenster schreien förmlich nach hohen Renovierungskosten.

4. Lass dir am besten auch die Heizungs- und Warmwasseranlage zeigen, wann die letzten Wartungsarbeiten durchgeführt wurden und ob dies auch regelmäßig gemacht wurde.

5. Pass auf dem Weg zur Wohnung bereits auf die Umgebung und Infrastruktur rund um den Standort auf. Wo befindet sich die nächste Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf und liegt diese auf dem Weg von der U-Bahn zur Wohnung?

6. Vergiss auch nicht, bei der Besichtigung deine Ohren zu spitzen und möglichen Lärm von der Straße oder exzessives Trampeln von den Nachbarn über dir wahrzunehmen.

Fazit

Wie du aus einem Mietvertrag ohne Probleme rauskommst, ist mindestens genauso wichtig, wie zu wissen, worauf du bei dem Abschluss eines solchen achten musst. Mit unserem Beitrag hast du nun hoffentlich ein gute Übersicht, worüber du dir im Vorhinein Gedanken machen solltest, bevor du dein Kündigungsschreiben auf den Weg schickst.

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