5 Min Lesezeit

Thermische Sanierung: Förderungen, Maßnahmen & Co

Mit einer thermischen Sanierung kann sowohl ein Beitrag zur Umwelt im Sinne des Klimawandels als auch langfristig gesehen zum eigenen Geldbörserl geleistet werden. Es handelt sich dabei um eine Modernisierungsmaßnahme eines Gebäudes zum Zweck der Energiekostenreduktion.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle möglichen Sanierungsmaßnahmen rentieren sich in den meisten Fällen bereits nach wenigen Jahren.
  • Für gewisse Sanierungsmaßnahmen können umfangreiche Förderungen in Anspruch genommen werden.
  • Bei den Fördermitteln kann man zwischen Beantragungen auf Bundes- und auf Landesebene unterscheiden.

Das gibt es über eine thermische Sanierung zu wissen:

Eine thermische Sanierung dient der umfangreichen Modernisierung eines Gebäudes, um laufende Energiekosten nachhaltig zu reduzieren. Da ein generelles Umdenken im Sinne der Umwelt immer präsenter wird und ein breites Angebot an Förderungen vorhanden ist, erleben thermische Sanierungen einen Aufschwung.

Was beinhaltet eine thermische Sanierung?

Bei dieser Form der Sanierung handelt es sich um Mittel, mithilfe derer die Energieeffizienz des betroffenen Gebäudes gesteigert werden soll. Aufgrund der Entwicklung neuer Technologien und Materialien tut sich eine Vielzahl an Möglichkeiten auf, eine thermische Sanierung umzusetzen:

  • Heizungsanlage modernisieren: Öl- und Gasheizungen befinden sich mittlerweile eher auf dem Rückschritt, weswegen sich zum Beispiel Fernwärme alternativ anbietet.
  • Gebäude dämmen: Um den Energiebedarf so gering wie möglich zu halten. Dabei sollte zudem auf nachhaltige Dämmstoffe geachtet werden.
  • Fenster und Türen austauschen: Um sogenannte Kältebrücken zu vermeiden, können alte Fenster und Türen gegen hochwertige Alternativen ausgetauscht werden.
  • Strom selbst erzeugen: Mittels Photovoltaik-Anlagen kann mittlerweile zusätzlich eigener Strom hergestellt werden.

Was spricht für eine thermische Sanierung?

Für eine derartige Sanierung spricht nicht nur die Tatsache, ein Gebäude auf ein energieeffizientes Level zu bringen. Auch mit Hinblick auf den Klimawandel sollte es in unserem Sinne sein, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten und vermehrt den Fokus auf grüne Energie zu setzen. Die hohen Förderungen erleichtern außerdem die Entscheidung für eine thermische Sanierung erheblich.

Durch solch energieeffiziente Maßnahmen können auch die laufenden Betriebskosten im Gebäude sinken. Durch eine thermische Sanierung erhält im Grunde das gesamte Gebäude eine Aufwertung, wodurch es sich auch einfacher vermieten lässt, da weniger laufende Kosten anfallen.

Welche Förderungen gibt es?

Die tatsächlichen Förderungen werden in regelmäßigen Abständen geändert, weswegen diese vor einem konkreten Sanierungsvorhaben überprüft werden sollten. Bei den Förderungen zur thermischen Sanierung kann zwischen Bund und Länder unterschieden werden.

Fördermittel auf Bundesebene

Hier finden sich Förderungen zur thermischen Sanierung im Rahmen der sogenannten “Sanierungsoffensive” sowie aus der Förderaktion “raus aus Öl und Gas”. Dabei werden für Private und Betriebe ganze 650 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Privatpersonen erhalten einen Sanierungsscheck, welcher für Ein-, Zweifamilien oder Reihenhäuser verwendet werden kann. Eine Förderung zur thermischen Sanierung kann für jene Gebäude in Anspruch genommen werden, die mindestens 20 Jahre alt sind. Gefördert werden können maximal 30 Prozent des gesamten Kostenaufwandes einer thermischen Sanierung, wobei es sich um einen Betrag von 2.000 bis 6.000 Euro handelt. Bei der Verwendung von nachhaltigem Dämmmaterial kann außerdem ein Zuschlag gestattet werden.

Ein dementsprechender Förderantrag lässt sich ganz einfach bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH einreichen. Eingereicht werden kann der Antrag zur Förderung bis spätestens 31.12.2022.

Fördermittel auf Landesebene

Zusätzlich zu den Förderungen in den Bundesländern gibt es auch welche auf Landesebene. Bei diesen handelt es sich um ähnliche Konzepte, die sich zum Teil nur im Detail unterscheiden.

Wie plant man eine thermische Sanierung am besten?

Hinter einer thermischen Sanierung sollte eine ordentliche Planung von Anfang bis Ende stehen. Der Aufwand lohnt sich auf alle Fälle, aber die notwendigen Schritte dafür bedürfen trotzdem umfangreicher Organisation.

Zunächst einmal sollte man sich überlegen, welche Maßnahmen wirklich Sinn machen und umgesetzt werden sollen. Hierzu kann eine Energieberatung in Anspruch genommen werden oder ein Baumeister um seine Expertenmeinung gefragt werden. Danach können die entsprechenden Förderungen ins Auge gefasst und geprüft werden. Hierfür ist es ratsam, gleich mal einen Finanzplan zu erstellen, um den Überblick zu behalten. Wenn alle Angebote gesichtet wurden, die passenden Förderungen beantragt und die allgemeine Finanzierung geklärt wurde, kann die thermische Sanierung in die Tat umgesetzt werden.

Fazit

Bei der thermischen Sanierung eines Gebäudes handelt es sich doch um ein relativ aufwendiges Projekt, das vorher gut durchdacht werden sollte. Da im Zuge einer thermischen Sanierung aber ein großes Einsparungspotenzial vorhanden ist, leistet man damit nicht nur einen positiven Beitrag zur Umwelt, sondern tut auch sich selbst und dem eigenen Kontostand auf längere Sicht einen Gefallen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram