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Tipps für Vermieter: “Ich zeige nicht jedem meine Wohnung.”

Was hätte eine Vermieterin gerne früher gewusst, bevor sie vor 2 Jahren in das Business eingestiegen ist? Warum zeigt sie ihre Wohnung nur noch unter gewissen Voraussetzungen zur Besichtigung her? Das und vieles mehr erfahrt ihr im zweiten Interview unserer Vermieter:innen-Blogreihe!

Vermieter:in zu sein bedeutet keineswegs immer ein reines Zuckerschlecken, denn so wie in jedem anderen Job erwarten einen auch hier zahlreiche Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche, die durchaus zeitintensiv und nervenaufreibend werden können. Aber trotzdem: Wer sein Geld gut anlegen möchte, kauft sich eine Immobilie, sei es ein Haus oder eine Wohnung, und vermietet diese.

Wir bringen Vermieter:innen, die ihre Wohnungen privat vermieten, vor den Vorhang, befragen sie zu ihren bisherigen Erfahrungen und teilen die Tipps hier mit euch. Unser Ziel: Zukünftigen Vermieter:innen einen realen Einblick in das Vermieterdasein zu geben und einen Austausch unter Vermieter:innen zu fördern, von dem jede:r profitieren kann!

Das zweite Interview führen wir mit Frau V., die ihre eigene Wohnung vermietet, nachdem sie sich eine andere zum Wohnen gesucht hat. Sie kennt das Vermieter-Leben nun schon seit knapp zwei Jahren und kann schon so einiges berichten, was einem als Vermieter:in so unterkommt. Was genau passiert ist? Lest selbst!

Interview mit Frau V.

Alter: 45

Beruf: Führungsposition an der Universität

Was genau vermieten Sie?

„Ich vermiete eine Wohnung, meine eigene.”

Wie lange sind Sie schon Vermieter:in?

„Seit zirka 2 Jahren würde ich sagen.” 

Wie ist es dazu gekommen?

„Ich wollte ganz einfach wo anders wohnen und hab mich dann dazu entschlossen, die Wohnung zu vermieten.”

Die Vorteile am Vermieterdasein?

„Natürlich, dass man Geld dazu bekommt, wenn man seine Wohnung vermietet. Ich vermiete auch gerne an die Familie, die gerade in der Wohnung ist. Die passt auf die Wohnung auf und ist vertrauenswürdig.”

Die Nachteile am Vermieterdasein?

„Ein Nachteil ist definitiv, dass man viele Steuern nachzahlen muss, das zahlt sich nicht wirklich aus. Außerdem gibt es auch immer wieder unangenehme Mieter, die viel Stress verursachen. Das kann auch sehr mühsam sein.”

Die schönsten Erfahrungen?

„Hm, ich würde sagen, mit den jetzigen Mietern eigentlich. Die sind wirklich nett, man kann sich aufeinander verlassen und auch gut miteinander reden.”

Die schlimmsten Erfahrungen?

„Besichtigungstermine, wenn der alte Mieter noch drinnen ist. Einmal war es so, dass jemand zur Besichtigung da war und die Wohnung hat katastrophal ausgesehen. Die alte Mieterin hat gerade gestillt und für den neuen Mieter war das sehr unangenehm. Der neue Mieter bzw. die Interessenten haben dann abgesagt. Also die Wohnung sollte auf jeden Fall leer gezeigt werden. Man soll auch immer wieder schauen, ob die Wohnung intakt ist und von dem Recht Gebrauch machen, dass man als Vermieter einmal pro Jahr reinkommen darf. Mit der Fernwärme hats auch schon Probleme gegeben. Die machen so schlechten Service und bringen keine ordentlichen Schlussrechnungen auf die Reihe, da gibts auch nur Stress.”

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Tipps an jene, die ins Vermieterdasein einsteigen wollen?

„Also ja, definitiv alles klar organisieren und regelmäßig dokumentieren, damit bei der Fernwärme keine Nachzahlungen entstehen. Ich würde auch empfehlen, die Wohnung an kühlen Tagen zu zeigen. Sich alle Dokumente von den neuen Mietern zeigen zu lassen und immer alles genau mit Fotos zu dokumentieren. Bei der Rückgabe der Wohnung unbedingt genug Zeit nehmen, damit man alles dokumentieren und checken kann. Die Rückgabe und Übernahme sollten ordentlich organisiert und schriftlich festgehalten werden.”

Etwas, das Sie vorher gerne gewusst hätten?

„Ja, die Steuersache hätte ich gerne vorher schon gewusst, weil das tangiert einen als Privatperson nicht so sehr. Wie eben die ganze Versteuerung funktioniert für Privatpersonen und wie viele Steuern man nachzahlen muss. Wichtig ist auch, regelmäßig zu kontrollieren, dass Mieter eine laufende Haftpflichtversicherung haben.”

Was würden Sie so nicht mehr machen?

„Nicht jedem die Wohnung zeigen und vorher prüfen, ob wirklich Interesse da ist. Auch strenger als Vermieterin auftreten. Einfach schauen, wer wirklich einziehen will und ob wirklich großes Interesse da ist und ob sie es sich leisten können. Manche kommen ja nur zum Schauen, und das kostet nur Zeit.”

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