3 Min Lesezeit

Ablöse bei Mietwohnungen: Was muss ich als Mieter wissen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Höhe der Ablöse richtet sich nach dem Zeitwert des jeweiligen Einrichtungsgegenstandes.
  • Dein Vermieter darf keine Ablöse für die eigenen Investitionen in die Wohnung verlangen.
  • Von der Ablöse ausgeschlossen ist alles, was zur Grundausstattung einer Wohnung zählt.

Was du zum Thema Ablöse wissen solltest:

Unter Ablöse werden in Zusammenhang mit Mietwohnungen oftmals unterschiedliche Begrifflichkeiten verstanden. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der gängigsten Form, nämlich jener, die zwischen Vormieter und Neumieter ausgehandelt wird.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Ablöse für bauliche Investitionen und einer sogenannten Möbelablöse. Wie hoch eine solche Ablöse sein darf und wer diese verlangen kann, zeigen wir dir in folgendem Artikel.

Was genau bedeutet Ablöse bei einer Mietwohnung?

Mit der Ablöse ist ein einmalig zu bezahlender Betrag am Anfang eines Mietverhältnisses gemeint, der vom Neumieter an den Vormieter gerichtet ist. Davon erfasst sind gewisse Gegenstände oder Möbel in der Mietwohnung sowie bisherige Investitionen, von denen der Neumieter Gebrauch machen möchte bzw. diese übernehmen will.

Wenn also beispielsweise die Küche vom Vormieter selbst bezahlt und eingebaut wurde, wird hierfür meistens eine Ablöse verlangt, abhängig vom Zeitwert. Diese Ablöse in Form eines Geldbetrags wird individuell ausgemacht und dafür kann das jeweilige Möbelstück vom Neumieter übernommen werden.

Wie hoch ist eine Ablöse?

Die Höhe der Ablöse ist an den Zeitwert gekoppelt, welcher den Zeitpunkt markiert, an dem die Wohnung bzw. die Möbelstücke übergeben werden. Eine Ablöse ist dann unzulässig, wenn kein gleichwertiger  Betrag oder eine gleichwertige Gegenleistung erbracht wird. Solltest du in Wien wohnen, kannst du mit folgendem Ablöserechner ganz einfach überprüfen, wie viel Ablöse in deiner Wohnung zulässig ist.

Ist eine Ablöse verpflichtend?

Dem Mietrecht zufolge besteht für Mieter kein allgemeines Recht auf eine Ablöse der eigenen Wohnungseinrichtung. Bei der Suche nach Nachmietern kann sehr wohl ein angemessener Geldbetrag für bestimmte Möbelstücke, die in der Wohnung zurückbleiben, verlangt werden. Sollte das Finden eines Nachmieters im Zuständigkeitsbereich des Vermieters liegen, kann dieser keine verpflichtende Ablöse einfordern.

Was ist von der Ablöse ausgeschlossen?

Grundsätzlich können keine Einrichtungsgegenstände abgelöst werden, die unter die Grundausstattung einer Wohnung fallen. Gemeint sind damit zum Beispiel Heizung, Bad, Abwasch oder Böden. Sollten vom Vormieter Investitionen getätigt worden sein, die bauliche Erweiterungen in der Wohnung betreffen, ist eine Ablöse zulässig.

Fazit

Beim Umzug in oder aus einer Mietwohnung wird man früher oder später immer mit dem Konzept der Ablöse in Verbindung kommen, da mit der Zeit die ein oder andere Investition getätigt wird, die mit einem gewissen Geldbetrag abgegolten werden kann. In welcher Höhe dieser liegt und ob er zu Recht verlangt wird, ist individuell abzuklären.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram